Die 1. Her­ren Lacrosse Bun­desliga West 12/​13 – span­nend wie noch nie!

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In der Ver­gan­gen­heit war es ein unbe­strit­tener Fakt, dass die Play­offs sowie die Deutsche Meis­ter­schaft bzgl. Qual­ität und Span­nung mit abstand die besten Spiele im Deutschen Her­ren Lacrosse boten. In dieser Sai­son gibt es eine deutsche Lacrosse Liga, die diese Tat­sache – zumin­d­est zum jet­zti­gen Zeit­punkt – in Frage stellt: die 1. Her­ren Lacrosse Bun­desliga West.

Vor Saison­be­ginn hätte nie­mand damit gerech­net, dass nach der Hin­runde zwei Teams auf den ersten bei­den Tabel­len­plätzen ste­hen, die es seit Jahren nicht mehr bzw. noch nie geschafft haben, sich für die Play­offs zu qual­i­fizieren. Im Fol­gen­den wer­den alle fünf Teams der 1. Her­ren Lacrosse Bun­desliga West anhand Ihrer Sta­tis­tiken (siehe http://​dlaxv​.de/​i​n​d​e​x​.​p​h​p​/​l​i​g​e​n) beleuchtet und ein Aus­blick auf die Rück­runde gegeben.

1. SC 1880 Frank­furt
Der Alt­meis­ter aus den Jahren 2002 und 2005 ist in dieser Sai­son bisher kom­plett ungeschla­gen! Die Mannschaft hat nicht nur alle vier Lig­aspiele, son­dern neben­bei auch den Liga Cup, den Hes­sen Cup und das prestige-​trächtige Teuto Box Lacrosse Turnier in Biele­feld gewonnen.

Defense:
Mit Billy Long haben die Frank­furter einen ehe­ma­li­gen Divi­sion 1 Spieler der Army zwis­chen den Pfos­ten ste­hen, der nicht nur sen­sa­tionell hält, son­dern den Ball auch gerne mal selbst nach über die Mit­tellinie trägt – dabei macht es den Anschein, als ob er seine Clearing-​Läufe nur als erfol­gre­ich wertet, wenn die Refs min­destens eine Flagge durch die Luft fliegen lassen. Die Frank­furter Defense hat außer­dem noch einen Top­scorer in ihren Rei­hen: Chris Ehlgen – langjähriger Nation­al­spieler und einer der besten Defender Deutsch­lands – vertei­digte in der Hin­runde nicht nur grandios wie eh und je die geg­ner­ischen Attacker (und gegen Aachen zusät­zlich die Face-​Off Mid­dies), son­dern auch die Spitze der Strafzeit­en­list. Mit ins­ge­samt 7 Strafminuten ist er ein­samer Spitzen­re­iter in dieser unrühm­lichen Kat­e­gorie. Nichts destotrotz ist die Frank­furter Defense mit nur 29 zuge­lasse­nen Gegen­toren ein entschei­den­der Grund für die opti­male Platzierung des Teams.

Mid­field:
Damien Orr wech­selte noch zum Ende der let­zten Sai­son aus der Attack in die 1. Mid­die Line. Dies ist einer der Haupt­gründe, warum Frank­furt in der Hin­runde so erfol­gre­ich war. Durch den Freiraum im Mit­telfeld kann Orr nun all seine Erfahrung (neben seinem tödlichen Dis­tanzschuß, der ihm zu ins­ge­samt 6 Toren ver­holfen hat) nutzen, um die Frank­furter Offen­sive – mit 50 Toren die stärk­ste der Hin­runde – zu dirigieren. Das wird vor allem daran ersichtlich, dass er mit 6 Assists der zweitbeste Vor­la­genge­ber der Liga ist. An seiner Seite spielt Cas­par Zizka, ca. halb so alt, wie Orr, aber mit 6 Toren nicht weniger ziel­sicher. Philipp Klein­henz – ein Leis­tungsträger der let­zten Sai­son – stößt nun wieder zum Team dazu und gibt dadurch nicht nur der Offense eine weit­ere Option, son­dern wird vor allem die Middie-​Defense des Teams aufw­erten und dabei ver­suchen die Lücke zu schließen, die durch den Wech­sel von Andre Niz zurück nach Biele­feld ent­standen ist.

Attack:
John Mask auch ein ehe­ma­liger Divi­sion 1 Spieler der Army spielt die Sai­son seines Lebens. Mit ins­ge­samt 24 Punk­ten (19 Tore und 5 Assists) ist die „Frank­furter Bull­dogge“ mit Abstand der gefährlich­ste Spieler der Liga. Neben ihm spie­len Alex Craig­head (5 Tore, 3 Assists) und Jochen Ruhl (4 Tore, 3 Assists) – zwei, die äußer­lich nicht unter­schiedlicher sein kön­nten: der hagere (magere – wäre wohl das zutr­e­f­fend­ere Wort) aber unglaublich wendige Craig­head, ein ehe­ma­liger Spieler der Ore­gon Ducks, ist der geborene X-​Attacker – sein Go-​To-​Move: Zunächst ein kleines Tänzchen mit dem Vertei­di­ger, ihn dann fallen lassen und gle­ich darauf eiskalt vor dem Tor voll­strecken. Ruhl hinge­gen ist wohl der größte und kräftig­ste Attacker der Liga. Defender sprin­gen zur Seite, wenn er seinen linken Underhand-​Shot aus­packt. Seit dieser Sai­son entwick­elt er zudem ungeah­nte Pass­ge­ber– und Ride-​Qualitäten.

Fazit:
Neben all den pos­i­tiven Eigen­schaften, die diese Mannschaft ausze­ich­net, gilt es abzuwarten, wie weit die Kon­di­tion der betagten Leis­tungsträger (John Mask 37, Damien Orr ca. 50) die Mannschaft in der Rück­runde tra­gen wird. Es wird wohl an Trainer Roger Nichol­son liegen, die Ein­satzzeiten wohl über­legt auf alle Spiel­er­schul­tern zu verteilen.

2. Köln
Köln hat auf jeden Fall jetzt schon den Most Improved Team Award mehr als ver­di­ent (wenn es denn einen solchen zu gewin­nen gäbe). Noch nie hat sich das Team aus der Dom­stadt für die Play­offs qual­i­fizieren kön­nen. Nun ist es so nah dran wie noch nie zuvor. Die High­lights der Hin­runde waren sicher­lich der Overtime-​Sieg gegen Aachen und vor allem der langersehnte Sieg im Rhein­derby gegen Düs­sel­dorf. Nur in Frank­furt zeigten die Köl­ner nach einer bären­starken ersten Hälfte, die sie mit 10:4 für sich entschei­den kon­nten, Ner­ven (oder bezo­gen auf die Tabelle: Höhenangst) – Endergeb­nis: 16 zu 12 für die Heimmannschaft.

Defense:
Ste­fan Holler ist ein Wüh­ler. Es gibt keinen energiege­landeneren Spieler in der Liga. Auch Nation­al­spieler Matthias Rau ist ein Extrem: Es gibt keinen größeren Spieler in der Liga. Neben ihnen spie­len zahlre­iche junge ath­letis­che Defender, die zunächst noch ihre Erfahrun­gen sam­meln müssen. Das zeigen auch die ins­ge­samt 33 zuge­lasse­nen Gegen­tore (fast die Hälfte davon in Frank­furt – wohl gemerkt).

Mid­field:
Mit Wolf­gang Grießl (10 Tore) und Philipp Broz (4 Tore) sind vor der Sai­son zwei Deutsche Meis­ter und Nation­al­spieler aus München zur Köl­ner Mannschaft gestoßen. Zusam­men mit Chris­t­ian Baum (4 Tore) und Ste­fan Goser (7 Tore) bilden sie wahrschein­lich das gefährlich­ste Mit­telfeld der Liga. Es bleibt jedoch abzuwarten, wie die Mannschaft den Abgang von „Wolfi“ Grießl ver­dauen wird. Paul Losse und Christo­pher Gogolin müssen in der Rück­runde mehr als „nur“ durch ihre Assists Gefahr ausstrahlen.

Attack:
Die Attack ist das Prunk­stück der Köl­ner Mannschaft. Unter der Fed­er­führung ihres Spiel­er­train­ers Brian Pot­ter – ehe­ma­liger National Lacrosse League Profi – hat sich der Köl­ner Angriff zu einem der gefährlich­sten der Liga entwick­elt. Trotz seiner Qual­ität und seiner Erfahrung ist Brian Pot­ter mit seinen 7 Toren nicht der effek­tivste Schütze des Teams, son­dern U19 Nation­al­spieler Marc Bran­den­burger. Unschein­bar, aber dafür mit dem wohl besten Angreiferin­stinkt der Liga aus­ges­tat­tet, macht Bran­den­burger dort weiter, wo er bei der Welt­meis­ter­schat 2012 aufge­hört hat. Seine 9 Tore und 7 Assists machen ihn nicht nur zum erfol­gre­ich­sten Offen­sivspieler Kölns, son­dern kat­a­pul­tieren ihn auch in die Top 3 der Top-​Scorer-​Liste der gesamten Liga. Abgerun­det wird die Angriffs­for­ma­tion von Nik Gans, der im Herbst seiner Kar­riere mit soli­den 6 Punk­ten mehr als nur eine Kar­ri­eren­som­mer­briese ver­spürt (vor langer langer Zeit in einem nicht allzu fer­nen aber sehr kleinem und vor allem flachen Land erzielte Gans einst den Siegtr­e­f­fer… im ersten Spiel einer Hol­ländis­chen gegen eine Deutsche Vere­ins­man­nschaft – und das in der Ams­ter­dam Arena vor über 10.000 Fans!).

Fazit:
Die große Frage ist: Wozu ist die wohl beste Köl­ner Team in der wohl besten 1. Her­ren Bun­desliga West im Stande? Auch ohne den nach Aachen abge­wan­derten „Wolfi“ Grießl hat die Mannschaft das Poten­tial, in dieser Sai­son das große Ziel Play­offs zu real­isieren. Es wird darauf ankom­men, ob die jun­gen Spieler um Marc Bran­den­burger sich weit­er­hin so gut entwick­eln und ob die älteren/​erfahreneren Spieler ihre Ner­ven in den Griff bekommen.

3. Aachen
Aachens Kern sind noch immer zahlre­iche Spieler der Meis­ter­mannschaft von 2006. Von daher sind die Stärken der Mannschaft leicht zu iden­ti­fizieren: Team Play und men­tale Tough­ness. In der Hin­runde wurde let­zteres nur im Spiel gegen Köln in Frage gestellt als Aachen in der Ver­längerung den Kürz­eren zog. Aachens größtes Prob­lem in der Hin­runde war, dass die Mannschaft sehr dünn besetzt war. Daher resul­tierte auch klare Nieder­lage (allerd­ings nur auf dem Papier) gegen Frankfurt.

Defense:
Ange­führt wird die Aach­ener Defense vom Fah­nen­träger der Deutschen Lacrosse National­mannschaft Mustafa Eroglu. Neben ihm sind vor allem Fabian Lohmann und Tim Pohlmann, die bei­den Goalies, die Garan­ten dafür, dass Aachen die zweitbeste Defense der Liga hat. Es gibt Gerüchte, dass Freddi Höck aus dem Ruh­e­s­tand zurück aufs Lacrosse­feld kom­men will. Falls dies der Fall sein sollte, bedeutet das Schmerzen für die geg­ner­ischen Attacker (und Strafzeiten für die Aach­ener Defense?).

Mid­field:
Mit Julian Heiz­mann haben die Aach­ener sta­tis­tisch gese­hen den besten Mid­die der Liga in ihren Rei­hen. Heiz­mann ist mit seinen 14 Toren und 4 Assists der zweitbeste Scorer der Liga. Die meis­ten davon hat er wohl direkt nach einem seiner unzäh­li­gen gewonnenen Face-​Offs erzielt. Zur Rück­runde wird nun Heiz­manns Spezi aus der National­mannschaft Wolfi Grießl in die Start­ing 10 hinzus­toßen. Neben­bei bemerkt ist der ehe­ma­liger Köl­ner nicht nur amtieren­der Deutscher Meis­ter mit München, son­dern auch zweit gefährlich­ster Mid­die der Liga. Solange die bei­den nicht anfan­gen, sich zu stre­iten, wer den näch­sten Face-​Off machen darf, wer­den sie in der Rück­runde wohl den spek­tatkulärsten und effek­tivsten 12-​Middie-​Punch in ganz Deutsch­land darstellen.

Attack:
Im Angriff ist Aachen nicht min­der gut besetzt. Fredi du Bois-​Reymond ist seit Jahren durch seine Kreativ­ität im Spielauf­bau bekannt. Sollte es mal nicht mit dem Tor direkt nach dem Face-​Off klap­pen, dann nimmt er die Zügel der Offense in die Hand. Neben ihm spielt auch seit Jahren schon Dominik Zylla. Kör­per­lich kön­nte man ihn fast schmächtig nen­nen. Vor dem Tor ist „Dodo“ allerd­ings Mr. Effizienz in Per­son. Diese Voll­streck­erqual­itäten haben ihn bis auf Platz 4 der Top-​Scorer-​Liste kat­a­pul­tiert (13T, 2A).

Fazit:
Auch wenn Aachen schon lange nicht mehr vor Beginn der Rück­runde so schlecht platziert war (Platz 3), wird es nur weni­gen gegener­ische Teams gelin­gen die Aach­ener Fire-​Power in Schach zu hal­ten. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob die Aach­ener von Ver­let­zungspech ver­schont bleiben, denn an ihrer fehlen­den Tiefe wer­den auch 2 neue Spieler nicht viel ändern kön­nen. Das ändert jedoch nichts an der Tat­sache, dass Aachen nun zum Titelfa­vorit auf die Deutsche Meis­ter­schaft ist.

4. Düs­sel­dorf
Auch wenn Düs­sel­dorf in der Hin­runde nur ein Spiel gewin­nen kon­nte, darf man sie niemals abschreiben, das haben die let­ztjähri­gen Play­offs bestens bewiesen. Für diese qual­i­fizierte sich das Team auch nur knapp. Ersatzgeschwächt ging es dann ins Playoff-​Turnier. Bei brü­ten­der Hitze in Ingol­stadt lagen die Düs­sel­dor­fer im Do-​or-​Die-​Spiel gegen einen sou­verän und sta­bil auf­spie­len­den SCC Berlin hoff­nungs­los mit 3 zu 9 zur Hal­bzeit zurück. Nach einem der wohl aufopfer­ungsvoll­sten und intel­li­gen­testen Aufhol­jag­den und 2 Ver­längerun­gen gelang es Düs­sel­dorf sich schlussendlich doch für die DM zu qual­i­fizieren. Spätestens seit­dem soll­ten sich die Geg­ner sicher sein, dass kein Spiel gegen Düs­sel­dorf ein­fach zu gewin­nen ist – auch wenn es der Hal­bzeit­stand ab und zu ver­muten lässt.

Defense:
Die Defense der Düs­sel­dor­fer war seit Jahren eine der am meis­ten unter­schätzen Deutsch­lands. Zwar weiß jeder, dass Philipp Maas – u. a. Start­ing Goalie der Deutschen National­mannschaft –eine Wand im Tor ist, doch die Defender um Kapitän Jens Egerd­ing wer­den zu oft nicht beachtet. Zudem gibt es Gerüchte, dass Apos­to­los Hatzi­gian­ni­dis zum Düs­sel­dor­fer Team hinzus­toßen soll. AP hat lange Jahre für Frank­furt zwis­chen den Pfos­ten ges­tanden und mit den Hes­sen 2005 die Deutsche Meis­ter­schaft gewon­nen. Es gilt jedoch abzuwarten, ob es den bei­den Top-​Goalies gelin­gen wird, den Hin­run­den­wert von über 10 Gegen­toren pro Spiel in der Rück­runde so zu ver­ringern, dass es für mehr Siege als in der Hin­runde reicht.

Mid­field:
Lorenz „Lolo“ Lehmhaus ist Düs­sel­dorfs Dreh– und Angelpunkt. Nicht nur mit seinen 7 Toren und 3 Assists in der Hin­runde hat er seine Mannschaft „über Wasser gehal­ten“. Er ist der jenige, der die Offense auf­baut und führt. Zudem weiß er, seine (jun­gen) Mit­spieler zu motivieren und zu verbessern. Vor allem zweit­eres trägt seit let­zter Sai­son vor allem im Mit­telfeld erste Früchte. Zudem haben die Düs­sel­dor­fer noch einige Asse im Ärmel. Rene Thomas beispiel­sweise schoss bere­its im leg­endären Play­off Spiel gegen SCC Berlin 5 Tore und gewann fast 60% seiner Face-​Offs. Er blieb in der ersten Hal­bzeit dieser Sai­son genauso wie im besagten Play­off­spiel unter seinen Möglichkeiten. Man darf also ges­pannt sein…

Attack:
In der Hin­runde war Tet­suya Oishi mit ins­ge­samt 6 Toren und 1 Assist Düs­sel­dorfs gefährlich­ster Angreifer. Sein geringes Kör­pergewicht macht Oishi indi­vidu­ell mit Wendigkeit und Flinkheit wett. Die fehlen­den Kilos von Oishi füllen seine bei­den Mit­spieler Alexan­der Roth (3 Tore) und Ans­gar Schafers­birken (3 Tore) wieder auf. Roth, ein ehe­ma­liger 1. Bun­desliga Amer­i­can Foot­ball Spieler und auf Grund seiner Kör­per­größe auf dem Spielfeld eigentlich kaum zu überse­hen, weiß genau, was wie er sich zu bewe­gen hat, sobald sein Vertei­di­ger slidet. Schafers­birken hinge­gen ist wohl einer der unter­schätztesten Spieler der Liga. Trotz seiner „schw­eren Knochen“ hat er den Roll-​Dodge zur Per­fek­tion ein­studiert und demon­stri­ert diesen jedem Defender, der ihn mal eben ger­ade so genüsslich umren­nen möchte.

Fazit:
Man darf niemals den Fehler bege­hen und Düs­sel­dorf abschreiben. Wenn die jun­gen Spieler sich weit­er­hin so gut entwick­eln, torge­fährlicher wer­den und die Defense sich sta­bil­isiert, dann sind die Voraus­set­zun­gen mehr als erfüllt, dass Düs­sel­dorf auch in dieser Sai­son wieder das Feld von hin­ten aufrol­len kann. Denn eines steht fest: Der jüng­ste Deutsche Meis­ter aus der 1. Her­ren Lacrosse Bun­desliga West (2011) wird schon auf Grund des seit Jahren zum ersten Mal ver­lore­nen Rhein Der­bys top motiviert in die Rück­runde starten.

5. Kaiser­slautern
Die wilde Horde aus Lautern wird in der Rück­runde zum ersten Mal ihrer Vere­ins­geschichte 1. Her­ren Lacrosse Bun­desliga West Luft schnup­pern. Möglich wurde der Auf­stieg aus der 2. Liga während der Sai­son durch den frei­willi­gen Abstieg Mar­burgs. An einer Sache wird es den Lum­ber­jacks nicht man­geln: Moti­va­tion. Das wird sehr deut­lich, schaut man sich die Web­site und vor allem das Pro­mo­tion Video der Holzfäller mal an.

Defense:
Mit ins­ge­samt nur 19 Gegen­toren hat Kaiser­lautern „nur“ die zweitbeste Defense der 2. Liga. Dies kön­nte daran liegen, dass alle Lauterner Defender ins­ge­samt NUR 3 Minuten auf der Straf­bank saßen – nicht ger­ade eine Eigen­schaft, die man von Holzfällern auf dem Lacrosse Feld erwarten würde.

Mid­field:
Daniel Miof­sky ist nicht nur Grün­der, Man­ager und Kapitän der Lum­ber­jacks, son­dern auch deren gefährlich­ster Mid­die mit 7 Toren und 1 Assist. Neben ihm im Mit­telfeld stechen vor allem Spiel­macher Dan O’Connor (3T, 3A) und der ath­letis­chste Spieler des Teams (u. a. Ath­letik­trainer der Deutschen Lacrosse U19 Her­ren National­mannschaft) Fabian Pat­zold (3T, 2A) hervor.

Attack:
Der Angriff Lauterns lebt von Terry Tap­ley. Mit 10 Toren und 5 Assists ist er mit Abstand der gefährlich­ste Spieler des Teams. Kom­plet­tiert wird die Attack Line durch Joe Ortiz (5T, 1A) und Karsten Knuth (5T). Die Quizfrage wird sein: Wer wird das erste Tor für Kaiser­slautern in der 1. Her­ren Bun­desliga West erzielen?

Fazit:
Es wer­den mit Sicher­heit keine leichten 4 Spiele für die Jungs aus Lautern. Allerd­ings wis­sen sie, was auf sie zukommt und sie wer­den den Rest der Sai­son zum größten Teil dafür nutzen, um zu ler­nen. Den­noch sollte die schlichte Masse und die Moti­va­tion der Lum­ber­jacks dafür sor­gen, dass sie die Punkte den geg­ner­ischen Teams nicht kampf­los über­lassen werden.