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Am 04. und 05. Juli fand das zweite Camp mit dem erweiterten Kader der Nationalmannschaft statt. Obwohl diesmal die Unterkunft im Hotel nicht vorgegeben war, übernachteten bis auf vier Spieler alle im Hotel. Dies war erstens eine Bestätigung für die ausgezeichnete Organisation und Auswahl der Verantwortlichen und zweitens kam so auch wieder der professionelle Aspekt der Camps zum Ausdruck.

 

Das Camp startete am Samstag, den 04. Juli um 12 Uhr Mittags auf dem Trainingsgelände mit einer fünf stündigen Trainingseinheit. Coach Bagley hatte im Vorhinein angekündigt, dass es keine feste Wasserpausen geben würde. Diese Entscheidung musste relativ schnell revidiert werden, da das Thermometer schon weiter über 30°C stand. Zu der enormen Hitze von oben kam hinzu, dass der Kunstrasenplatz sich ebenfalls stark aufheizte und die Spieler somit mit Ober- und Unterhitze zu kämpfen hatten.

Sämtliche Staff-Mitglieder sowie die verletzten Spieler waren durchgängig damit beschäftigt Wasserflaschen aufzufüllen und an die Spieler zu verteilen. Die Gefahr bestand, dass Spieler von selbst nicht genug trinken würden und somit waren die Beteiligten am Seitenrand unter der Führung von Physiotherapeutin Bianca Röpke sehr darauf bedacht jeden Spieler im Auge zu behalten. Bis auf wenige Ausnahmen hat es das Team geschafft bis zum Ende durchzuhalten, obwohl Coach Bagley seinen Trainingsplan radikal durchgezogen hat. Mit der Leistung der Spieler waren die Coaches allerdings nicht 100%ig zufrieden, da die Hitze und die Anstrengung doch sehr auf die Konzentration schlug und zum Ende kaum noch ein Pass ankam. Der Headcoach wollte die Hitze jedoch nicht als Ausrede gelten lassen: “There will be no mercy in Budapest!” Deshalb forderte der Coach eine klare mentale Leistungssteigerung für den nächsten Tag.

Um eine schnelle und effiziente Regeneration zu gewährleisten wurden alle Spieler noch in das eigens angeschaffte Eisbad geschickt. Direkt im Anschluss war dann im Hotel ein längeres Teammeeting angesetzt. Nachdem der Coach nochmal eine kurze Rede gehalten hatte, mussten sich die Spieler positionsweise in Kleingruppen zusammenfinden und darüber brainstormen, welche Eigenschaften ein deutscher Midi, Attacker, Goalie etc mitbringen muss. Das Augenmerk lag auch explizit auf ‚deutsch‘ um klarzustellen was den Charakter der Natio ausmacht und worin man sich von anderen Nationalmannschaften abheben möchte (zB ausgeprägte Körpersprache). Die Ergebnisse wurden vor der gesamten Mannschaft vorgestellt und schriftlich dem Coach übergeben. Außerdem kündigte Coach Bagley an, dass nach dem nächsten Camp das Coachingteam zu jedem Spieler individuell Eindrücke festhalten wird. Alle Spieler die es nicht in den 23-Kader schaffen haben somit die Möglichkeit ein transparentes Feedback einzuholen um sich weiter verbessern zu können. Beim ersten 23er Camp werden die Coaches des Weiteren in Einzelgespräche mit den Spielern gehen. Am 2. Tag des Camps wurde wieder früh morgens um 6 mit einem Teamstretching gestartet. Nach dem Frühstück ging es wie gewohnt um 8 Uhr mit dem Fitnesstest los. Insgesamt waren die Zeiten bei Sprintübungen und Agility-Drills im Schnitt ein kleinwenig schlechter, beim letzten Mal hatten die Spieler allerdings nicht schon eine 5 Stunden-Trainingsession in den Beinen und die Sonne war nicht so erbarmungslos. Da die Zeiten nur minimal schlechter waren, lässt sich ingsesamt von einer Leistungssteigerung sprechen.

Coach Bagley stellte am vergangenen Wochenende hohe Ansprüche an seine Spieler

Die anschließende Trainingseinheit (wieder 5 Stunden) forderte dann schon mehr Opfer als der vorige Tag. Während es beim letzten Camp noch viele muskuläre Probleme aufgrund von Ermüdungen nach der DM gab, war es diesmal der Kreislauf der vielen Spielern zu schaffen machte. Trotz massiver Wasserzufuhr forderte die erbarmungslose Sonne ihre Tribute. Erfreulicherwiese gab es jedoch keine ernsthaften Schwierigkeiten, auch aufgrund der hervorragenden Versorgung durch Physiotherapeutin Bianca.

Zum Abschluss, kurz vor Ende des Trainings, gab es dann nochmal ein kleines Gewitter. Die Abkühlung war natürlich jedem willkommen.

Nach dem abschließenden Dehnen war von vielen Spielern zu hören, dass sie “noch nie sowas von im Sack” waren. Die Coaches waren allerdings zufrieden. Die Spieler hatten sich die Worte des Vortages zu Herzen genommen und lieferten eine konzentrierte Leistung ab. So kann es weitergehen.

Das nächste Camp findet am 29. und 30. August an gleicher Stelle statt.

Hannes Weisbecker – DLaxV