In einem herzzerreißenden Entscheidungsspiel in den letztjährigen Playoffs gegen den anschließenden Meister KKHT Schwarz-Weiß Cologne Indians, musste sich der ABV nach 0:7-Rückstand sehr unglücklich 7:8 geschlagen geben und die Heim-DM lediglich als Veranstalter und Zuschauer verfolgen.

Die neue Saison stand sodann unter dem großen Schlagwort „Umbruch“. Viele arrivierte und langgediente Spieler, zum Teil aus der Meistermannschaft von 2013 hängten ihre Sticks an den Nagel und suchten sich neue Herausforderungen im Privatleben. Das Trainergespann Jimmy Jones und Jan Miofsky hatte die spannende Aufgabe zu bewältigen ein neues homogenes und zugleich wettbewerbsfähiges Team zu formen. Neue Spieler verstärkten das Team, Spieler aus der Jugend oder der zweiten Mannschaft drängten sich auf und zugleich war ein Kern an erfahrenen Spielern weiterhin motiviert in der Meisterschaft im Süden oben mitzuspielen. Diese Kombination aus Erfahrung mit der Durchlässigkeit für junge und neue Spieler sorgte für einen neuen, kaum gekannten Teamgeist.

 

Während abgesehen vom souveränen Bundesliga-Süd-Meister aus München jedes Team in der Hinrunde Mühe hatte sein besten Spiel aufs Feld zu bekommen und teilweise ungeahnte Schwächen zeigte, schaffte es der ABV mit lediglich einer Niederlage in München sich in der unberechenbaren Südliga schadlos zu halten. Dies lag insbesondere an der starken Defense, die in Natio-Goalie Jimmy Jones einen unverzichtbaren Rückhalt hatte.

Der Springball auf der heimischen Waldau zeigte in der Vorbereitung auf die heiße Phase der Rückrunde viel Licht, aber auch Schatten. So offenbarte sich insbesondere gegen die starken Teams aus Köln und München, dass das Team streckenweise mehr als ordentlich mithalten konnte, gleichwohl die Konzentration in der zweiten Halbzeit teilweise völlig abging und man so sehr fehleranfällig wurde.

In der Rückrunde kristallisierte sich schließlich heraus, dass insbesondere der dritte und mithin der letzte Platz der Tabelle, der für die Playoffs berechtigt, hart umkämpft sein würde. Karlsruhe verabschiedete sich überraschend früh aus dem Rennen und so war es schließlich die ehemalige Spielgemeinschaft aus Würzburg und Erlangen, welche den Platz unter sich ausmachen sollten. Insbesondere auch durch den Fehltritt des ABV bedingt, der in einem völlig unmotivierten Spiel in Würzburg überraschend mit 9:7 das Nachsehen hatte. Erlangen setzte sich schließlich überzeugend durch und hatte am vorletzten Spieltag nochmal die Möglichkeit durch einen hohen Sieg zuhause dem ABV den zweiten Platz streitig zu machen. In einer an Spannung kaum zu überbietenden und teilweise hitzig geführten Lacrosse-Schlacht konnte sich der ABV schließlich mit 9:8 und dem Siegtreffer zehn Sekunden vor Gametime durchsetzen und den zweiten Platz im Süden zementieren. Letztlich souverän qualifizierten sich die AllerBestenFreunde mit elf Siegen bei drei Niederlagen für die Playoffs.

Für viele Spieler ist es die erste Teilnahme an der Post-Season, entsprechend groß ist die Vorfreude. Der ABV reist mit einer entspannten und allseits bekannten „Alles-kann-nichts-muss“-Einstellung nach Berlin und freut sich mit den besten Teams aus Deutschland zu messen, sein bestes Lacrosse zu spielen und dann zu schauen, was passiert ist.