Nachdem unser neuer Sportwart Herren bereits zwei Monate in Amt und Ehren ist, möchten wir ihn allen vorstellen, die noch nicht mit ihm in seinem neuen Amt zusammenarbeiten durften.

 

Mit Jakob Großehagenbrock hat der DLaxV nach langer Vakanz wieder einen Sportwart für Herren Lacrosse gefunden. Dieser wichtige Posten war zuletzt von den Vorstandsmitgliedern Andreas Rossband (Präsident) und Douglas Kisinger Thompson (Vizepräsident) in Personalunion übergangsweise besetzt worden. Der Amtsantritt von Jakob beendet dieses Provisorium und bereichert den DLaxV Vorstand. Diesen für Lacrosse Deutschland erfreulichen Umstand nehmen wir zum Anlass, euch Jakob vorzustellen.

DLaxV: Du bist lacrossetechnisch kein unbeschriebenes Blatt. Wo hast du das erste Mal einen Stick in die Hand genommen?

Jakob: Angefangen habe ich 2008, zunächst mit dem Team der Universität der Bundeswehr München – aus purer Neugierde! Dass ich während meines Studiums einem Sport nachgehen wollte, war für mich klar. Dann habe ich Lacrosse in einem Flyer des Hochschulsports entdeckt, bin zum Probetraining gegangen und war sofort begeistert.

DLaxV: Und wie sieht es jetzt aus? Spielst du immer noch aktiv Lacrosse?

Jakob: Leider bin ich nicht mehr aktiv. Seit meinem Umzug von München in die Eifel sind die nächsten Vereine einfach zu weit weg, um regelmäßig zum Training zu fahren. Und davon nur zu Spieltagen zu fahren und den engagierten, jungen Spielern ihre Spielzeit zu nehmen, halte ich nicht viel.

DLaxV: Dennoch engagierst du dich schon seit geraumer Zeit für unseren Verband. Wie erlebst du Lacrosse in Deutschland?

Jakob: Als noch immer jungen, aber aufstrebenden Sport – geprägt von einem unglaublich hohen Engagement vieler Einzelner in ihrer Freizeit, das man gar nicht genug schätzen kann. Aber wir stehen beim DLaxV gerade auf der Schwelle zu einer echten Professionalisierung der Verbandsarbeit, die angesichts der steigenden Mitgliederzahlen notwendig ist. Das sehe ich als große Chance für Lacrosse in Deutschland – und ich freue mich, ein Teil davon sein zu dürfen.

DLaxV: Du bist nicht nur auf dem Feld Teil von Lacrosse Deutschland sondern machst dich auch daneben verdient um den DLaxV. Was genau tust du für unseren Verband?

Jakob: Zur Saison 2013/14 habe ich das Amt des Schiedrichterobmanns für die Bundesliga West übernommen und bin jetzt in der dritten Saison in diesem Amt aktiv.

DLaxV: Warum hast du dich dazu entschlossen, dein Engagement zu erweitern?

Jakob: Der fehlende Sportwart Herren war aus meiner Sicht zu deutlich spürbar. In den letzten Jahren hat sich im DLaxV unglaublich viel bewegt und zum Positiven entwickelt – und dieser Veränderungsprozess ist noch lange nicht abgeschlossen. Aber gerade deswegen fehlte aus meiner Sicht die Schnittstelle zwischen Vorstand und den Ligaleitungen, sodass auf beiden Seiten die Belastung und dadurch eine gewisse Unzufriedenheit spürbar wurde. Dem will ich in der Zukunft entgegenwirken.

DLaxV: Was machst du, wenn du dich gerade nicht mit Lacrosse befasst?

Jakob: Dann widme ich mich in erster Linie meiner kleinen Familie. Wenn noch ein wenig Zeit bleibt, lese ich viel, gehe bouldern oder unterrichte Jugendliche im Umgang mit Medien.

DLaxV: Was ist dir in deinem Amt am wichtigsten und was möchtest du zuerst angehen?

Jakob: Eine klare Linie und aktive Kommunikation! Nicht zuletzt durch das immer organisiertere Nationalmannschaftsprogramm und die gerade in der Entstehung befindliche Herren Indoor Lacrosse Bundesliga treffen immer mehr unterschiedliche Interessen aufeinander. Es muss allen klar sein, dass wir nur durch Kompromissbereitschaft diese Interessen zusammenbringen können – das schließt aber nicht aus, dass diese Kompromisse hart verhandelt werden. Am Ende kann es aber sein, dass ich Entscheidungen treffen und durchsetzen muss, da ich als Sportwart Herren für alle sportlichen Belange der Herren im DLaxV zuständig bin. Auch wenn ich es damit nicht allen recht mache (und machen kann), erwarte ich dann trotzdem aktive Mitarbeit bei der Umsetzung – letztendlich ziehen wir alle am selben Strang!

DLaxV: Es klingt bereits durch, dass du eine langfristige Veränderung erwirken möchtest, was genau möchtest du durch deine Arbeit verändern?

Jakob: Mein langfristiges Ziel ist, die richtige Balance zwischen Leistungssport und Breitensport zu finden, die den DLaxV weiter nach vorne bringt. Dazu bedarf es auch der Schaffung des richtigen Rahmens, beispielsweise einer aktualisierten Ordnungslandschaft oder eines langfristig abgestimmten Rahmenterminplans. Diese Schritte zukunftsorientiert zu gehen bedeutet aber einen großen Aufwand, der nur durch aktive Beteiligung der Mitgliedschaft gestemmt werden kann.

DLaxV: Wir freuen uns, dass wir dich als Sportwart Herren begrüßen dürfen und wünschen dir auch weiterhin viel Erfolg und Freude an deinem Amt. Vielen Dank für das Gespräch!

DLaxV Presse – Konstantin Niehaus