Mit einer Memo an die Vorstände der nationalen Lacrosseverbände im World Lacrosse hat am 5. November der Weltverband eine Änderung der Spielerregelung für die Teilnahme von Nationalmannschaften im internationalen Spielbetrieb bekannt gegeben. Die derzeit gültige Regelung erlaubte es dem Vorstand des Weltverbandes Ausnahmen auf Antrag eines nationalen Verbandes zu genehmigen. Sogenannte „non passport holder“ waren bisher nicht automatisch für die Aufnahme in einer Nationalmannschaft ausgeschlossen. Diese Regelung wurde vor dem Hintergrund der Entwicklung von noch jungen Nationalmannschaftsprogrammen beschlossen. Eine Folge davon ist eine Wettbewerbsverzerrung bei internationalen Turnieren.

Vortäuschung falscher Tatsachen

Gerade noch junge Verbände haben mehrmals in der Vergangenheit durch den „Einkauf“ von in renommierten amerikanischen Colleges ausgebildeten Spielerinnen und Spielern ein gutes Abschneiden bei Weltmeisterschaften erzielen können. Nur wenige Verbände gelingt es jedoch mit dieser Politik im Sinne des „Grow the Game“ eigene Talente auszubilden und einen nationalen Spielbetrieb aufrecht zu halten. Da in vielen Ländern eine Förderung durch Sponsoren und Politik von den letzten Turnierplatzierungen abhängig ist, hatte diese Ausnahmeregelung des Weltverbandes entschiedene Nachteile für alle Verbände, die auf eine eigene Aufbauarbeit setzen wollten.

Einsatz des DlaxV zeigt Erfolg

Gerade der DLaxV hat sich in der Vergangenheit stark gemacht, diese Regelungslücke zu schließen. Vor allem bei der letzten Indoor Weltmeisterschaft in diesem Sommer hat sich der General Manager Indoornationalmannschaft Simon Krause noch einmal für eine Änderung eingesetzt. Ab dem 1. Januar 2022 dürfen weder bei den Damen, Herren und Indoor Weltmeisterschaften Ausnahmeregelungen für Spielerinnen und Spieler vom Vorstand des World Lacrosse beschlossen werden. Dies gilt nicht für Jugendweltmeisterschaften. Die neue Regelung soll in diesem Monat über World Lacrosse veröffentlicht werden.