Zur 10. Weltmeisterschaft der Damen legte Deutschland einen beeindruckenden Start in der Vorrunde ab. In der gesamten Geschichte ist das Tunier noch nie größer gewesen als mit den zurzeit teilnehmenden 25 Nationen. In der Gruppe D erwarteten uns Japan, Lettland, Spanien und Mexiko.

Am Donnerstag um 12:00 Uhr lokaler Zeit gab es den Anpfiff zum ersten und sehr wichtigen Spiel gegen Japan. Die Gegnerinnen hatten bei vorigen Weltmeisterschaften immer knapp bessere Platzierungen am Ende als Deutschland, erreichten 2005 in den Vereinigten Staaten Platz 5. Dennoch war der Ausgang des Spiels völlig offen. Und so zeigte sich von Anfang ein ausgeglichenes und starkes Spiel zwischen zwei starken Teams. Das spiegelte auch der Halbzeitstand von 5:5 wider. Erst nach fast 40 Minuten Spielzeit gelang es Japan überhaupt mit zwei Toren in 8:6-Führung zu gehen. Nach einem 9:6 konnten #18 Bettina Wilhelm und #17 Anna Blank nach über acht Minuten auf 9:8 verkürzen. Am Ende musste sich Deutschland nur knapp den beachtlichen Japanerinnen mit 10:9 geschlagen geben. Die imposante Leistung von unserer Attackerin Kim Dressendörfer, die ihr Team mehrmals aus einem Rückstand zurück ins Spiel geholt hat, wurde mit dem MVP-Award belohnt.

 

Nicht mal einen ganzen Tag später ging es am Freitag ins zweite Spiel gegen Mexiko, die zum allerersten Mal mit einer Damennationalmannschaft auf einer Weltmeisterschaft vertreten sind. Am Ende verzeichneten unsere Damen bei der WM 2017 den ersten Sieg mit 16:1. Im zweiten Spiel nahmen sie auch den zweiten MVP mit. Tessa Helf holte sich die Auszeichnung mit 5 geschossenen Toren im Spiel.

Einen Tag später warteten um 11:00 Uhr morgens die Spanierinnen auf dem Feld. Mit einem langsamen Start stand es dennoch zur Halbzeit 6:2. Mit zurückgewonnenem Selbstvertrauen beherrschte Deutschland das Spiel mit einem großen Repertoire an Spielzügen. Ganze acht Spielerinnen punkteten für Deutschland und holten so mit 17:3 den zweiten Sieg im dritten Spiel. Ein weiteres Highlight war der dritte MVP-Award im dritten Spiel für Deutschland – verdient durch #38 Antonia Garbe.

Am Montag stand das letzte Gruppenspiel gegen Lettland auf dem Plan. Nach einem zurückhaltenden Start konnte Deutschland nach sechs Minuten durch das Hamburger Duo Antonia Garbe und einem Assist von Emma Mollenhauer in Führung gehen. Es folgten weitere Tore und zur Halbzeit stand es 8:1. Bei hochsommerlichen Temperaturen beenden die deutschen Damen die Vorrunde mit einem 11:3-Sieg. Und erneut wurde eine Deutsche als MVP des Spiels gekürt – unsere Attackerin und #6 Mareile Kriwall.

Damit endete die Vorrunde am Montag mit einer überragenden Bilanz von drei Siegen und MVP-Awards in allen vier Spielen. Als Gruppenzweiter hinter Japan steht Deutschland als nächstesin der Platinum Division noch Platz 9 neben dem erklärten Ziel in die Top 10 bei dieser Weltmeisterschaft zu kommen offen.

 

Herzlichen Glückwunsch an das gesamte Team unter Head Coach Shelby Davis für den grandiosen Auftakt!

 

Fotos: Norbert Blank und Sophie Mollenhauer

DLaxV Damen Natio – Cynthia Wolter